Kardiologische Gemeinschaftspraxis Dr. HŁting, Bad Oeynhausen
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Kardiologische Gemeinschaftspraxis Hüting

Vorsorgeuntersuchungen

Während in vielen Bereichen der Medizin Sinn und Nutzen von Vorsorgeuntersuchungen immer wieder diskutiert und angezweifelt werden, ist die Kardiologie das Fach, in dem man sicherlich am meisten selbst zur Vorsorge beitragen kann. Der Nutzen der Behandlungen lässt sich in der Regel sehr gut belegen.

Es wird in der Vorsorgeuntersuchung zunächst im Rahmen einer "Bestandsaufnahme" nachgesehen, ob im Laufe des Lebens schon Schädigungen aufgetreten oder anlagebedingte Störungen nachweisbar sind.

Hierzu eignen sich als Basisuntersuchungen zur Erhebung des Status quo insbesondere

  • der Ultraschall des Herzens: 2-dimensionale Echokardiographie, Doppler-Echokardiographie, Farbdoppler
  • das Ruhe-EKG: 12-kanalige Registrierung der peripheren und Brustwand- Ableitungen

Um Durchblutungsstörungen oder Rhythmusstörungen nachzuweisen sowie zur Beurteilung der Kreislaufsituation schreibt man in der Regel ein

  • Belastungs-EKG als kontinuierliche 12-kanalige Registrierung

Je höher die hierbei erbrachte Leistung ist, desto aussagekräftiger ist das Ergebnis. Wichtig ist es, das Blutdruck und Puls ausreichend gesteigert werden. Hierzu kann es sinnvoll sein,

  • frequenzsenkende Medikamente (Betablocker) vor der Untersuchung auszulassen, damit die Herzfrequenz ausreichend ansteigen kann
  • sportliche Kleidung und insbesondere Sportschuhe anzuziehen, damit ein sicherer Kontakt zu den Pedalen des Ergometers hergestellt wird

 

Häufige Fragen:
 

Bei wem sollte die Untersuchung durchgeführt werden?

Es ist medizinisch sinnvoll, die Untersuchungen allgemein ab dem 50. Lebensjahr durchzuführen, insbesondere bei Vorliegen von Risikofaktoren (erhöhten Blutfetten, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Übergewicht, familiärer Neigung zu Herz- Kreislauferkrankungen, Stress, Wechselschicht). Nach unseren Erfahrungen sollten insbesondere Frauen ab 50 mit erhöhtem Cholesterin und Nikotinkonsum Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen, da das Risiko für Herzkrankheiten erheblich ist.
 
Falls mehrere Risikofaktoren vorliegen, ist eine Kontrolle schon früher, etwa ab dem 40. Lebensjahr zu empfehlen.

Ist eine solche Untersuchung belastend oder gefährlich?

Nein, eine Untersuchung des Kopfgefäße mit Ultraschall ist nicht- invasiv, es muß lediglich eine Ultraschallsonde auf zwei Standardpositionen (neben dem Brustbein sowie im Bereich der Herzspitze) aufgesetzt werden. Eine Strahlenbelastung oder sonstige Belästigung findet nicht statt. Die Untersuchung dauert in Abhängigkeit vom Befund und den vorliegenden anatomischen Verhältnissen etwa 10 Minuten. Sie liegen während dieser Zeit bequem auf der linken Seite und können den Ablauf der Untersuchung auf dem Monitor des Ultraschallgerätes gut verfolgen. Die wichtigen Befunde und Strukturen des Herzens werden Ihnen erklärt. Auch der Laie erhält einen guten Einblick in sein Herz - alles ist höchst spannend!