Kardiologische Gemeinschaftspraxis Dr. Hüting, Bad Oeynhausen
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Laboruntersuchungen
Kardiologische Gemeinschaftspraxis Hüting
Die Myokardszintigraphie:

Nuklearmedizinische Untersuchung der Herzmuskelzellen
zur Beurteilung der Durchblutung und der Pumpfunktion des Herzens in Ruhe und unter Belastung.

I N H A L T   D I E S E R   S E I T E 

Wann wir die Untersuchung durchgeführt?
Vorbereitung der Untersuchung
Durchführung der Untersuchung
Komplikationen

Der häufigste Grund für die Durchführung der Untersuchung ist die Erkennung von Durchblutungsstörungen bei koronarer Herzerkrankung. Die nuklearmedizinische Untersuchung (Darstellung des Stoffwechsels mit Hilfe radioaktiver Isotope) zeigt hier Unregelmäßigkeiten der Durchblutung im Herzmuskel an: Verglichen wird das Verhalten unterschiedlicher und genau definierter Muskelbereiche in Ruhe und unter Belastung.

W A N N   W I R D   D I E   U N T E R S U C H U N G   D U R C H G E F Ü H R T?
  • bei negativem (unauffälligem) Belastungs-EKG und Verdacht auf koronare Herzkrankheit
  • wenn das EKG (z. B. nach einem Herzinfarkt, bei Linksschenkelblock, anderen Erregungsausbreitungsstörungen) so stark verändert ist, dass es keine Rückschlüsse auf eine Durchblutungsstörung mehr zulässt.
  • zur Differenzierung zwischen Narben und Durchblutungsstörungen vor und nach herzchirurgischen Eingriffen (Gefäßdilatation, Bypass-OP)
V O R B E R E I T U N G   D E R   U N T E R S U C H U N G

Die Untersuchung sollte nüchtern durchgeführt werden. Kalorienreiche Speisen und Getränke wie Kaffee und Tee sind zu meiden. Insulinpflichtige Diabetiker sollen in der Regel das Frühstück einnehmen und Insulin wie gewohnt spritzen.
Über die Einnahme von Medikamenten vor der Untersuchung wird Ihr Arzt mit Ihnen genau sprechen. Mittel gegen Bluthochdruck sind wie üblich einzunehmen. Medikamente zur Verbesserung der Durchblutung sollen nur nach Besprechung genommen werden (am besten zur Untersuchung mitbringen). Alle weiteren Präparate dürfen wie üblich eingenommen werden.

D U R C H F Ü H R U N G   D E R   U N T E R S U C H U N G

In der Regel wird eine Myokardszintigraphie mit einem Belastungs-EKG kombiniert, da meist nur unter Belastung mit einer Minderdurchblutung zu rechnen ist. Falls eine körperliche Belastung nicht möglich ist, kann die Untersuchung auch durch die Gabe von Medikamenten erfolgen.

Zu Beginn der Untersuchung wird zunächst ein Zugang in die Armvene gelegt und eine radioaktive Substanz injiziert. Unmittelbar danach wird der Betroffene unter eine spezielle Kamera (Gamma-Kamera) gelegt, die die im Herzmuskel angereicherte Radioaktivität sichtbar macht. Gut durchblutete Herzmuskelbezirke speichern mehr, schlecht durchblutete weniger Radioaktivität.

Zeigen sich die geschädigt erscheinenden Herzmuskelanteile in den Kontrollaufnahmen nach 3 bis 4 Stunden oder einem Tag wieder normal gefärbt, so spricht dies für eine vorübergehende, also belastungsverursachte Minderdurchblutung, bleibt der Defekt unverändert bestehen, so spricht dies für eine Zerstörung des Herzmuskels in diesem Areal (Herzinfarkt).


! Die Gesamtuntersuchung kann sich auf 2 Stunden erstrecken. Die Strahlenbelastung ist vergleichbar der bei einer Herzkatheter - Untersuchung. Dies sollte bei der Abwägung und Wahl der Untersuchungsmethode bedacht werden.

K O M P L I K A T I O N E N 

Komplikationen treten in erster Linie bei schwer erkrankten Patienten auf, die auch unter normalen Alltagsbelastungen erheblich gefährdet werden. Während der Belastungsuntersuchung wird der Patient ständig überwacht. Im Falle eines Zwischenfalls kann eine sofortige Behandlung erfolgen, da die nuklearmedizische Abteilung/Praxis entsprechend ausgerüstet ist (Medikamente, Notfallausrüstung).
Bei schweren Erkrankungen wird zur Sicherheit eine umgehende stationäre Überwachung oder Behandlung empfohlen.