Kardiologische Gemeinschaftspraxis Dr. Hüting, Bad Oeynhausen
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Stress-Echokardiographie als Methode zum Nachweis von Durchblutungsstörungen

Echokardiographie - Anwendung:

Stress-Echokardiographie als Methode zum Nachweis von Durchblutungsstörungen


Frau Gülland bereitet die Stress-Echo Liege für die nächste Untersuchung vor. Trotz Steillage nach links ist durch entsprechende Stützen eine bequeme und sichere Untersuchung gewährleistet.

Frau Gülland bereitet die Stress-Echo Liege für die Untersuchung vor

 

Wann ein Stress-Echo durchgeführt werden sollte:
Die Indikation zu der Untersuchung

Diese Untersuchung findet immer dann Anwendung, wenn eine weitergehende Untersuchung der Herzdurchblutung erforderlich ist:

  • bei fehlender Beurteilbarkeit des Belastungs-EKGs aufgrund von Blockierungen (insbesondere Linksschenkelblock)
  • bei Unklarheiten in der Beurteilung der Herzdurchblutung im Belastungs-EKG wie bei sonstigen EKG-Anomalien
  • bei ausgeprägter und nicht erklärter Diskrepanz zwischenz der klinischen Symptomatik und dem EKG-Befund: 
    Anwendung findet das Stress-Echo etwa bei unklarern EKG-Veränderungen unter Belastung und völliger Beschwerdefreiheit oder auf der anderen Seite bei Beschwerden im Brustkorb und unauffälligem Befund im Belastungs-EKG


Die Arzthelferinnen ermutigen zu maximaler Leistung, damit die Untersuchung auch wirklich eine optimale Aussagemöglichkeit der Durchblutungssituation liefert.

Motivation ist alles!
Auch beim Stress-Echo ist eine engagierte Mitarbeit für die optimale Beurteilung der Herzdurchblutung wichtig.

 

Vorteile der Untersuchung gegenüber anderen Untersuchungen zur Beurteilung der Durchblutungsverhältnisse des Herzens:

Die Untersuchung ist

  • völlig ungefährlich und schmerzfrei,
  • es müssen keinerlei Medikamente oder radioaktive Substanzen (Marker) eingespritzt werden
  • es sind keine invasiven Maßnahmen wie etwa eine Gefäßpunktion für den Katheter erforderlich
  • sehr aussagekräftig bezüglich einer Engstelle an den Koronarien mit Durchblutungsstörung.

Dies sind wesentliche Vorteile der Methode gegenüber der Myokardszintigraphie und dem Herzkatheter.


Die Echokardiographie liefert zeitlich und räumlich hoch aufgelöste Bilder zur Beurteilung von Wandbewegungsstörungen und somit Versorgungsstörungen, Durchblutungsstörungen des Herzens

Die Stress-Echokardiographie:
High-Tech Anwendung zur Beurteilung von Durchblutungsstörungen in kritischen Situationen

 

Prinzip, Auswertung und Konsequenzen des Stress-Echos

Unter Belastung steigert der gesunde Herzmuskel seine Wandbewegung. Bei Durchblutungsstörungen kommt es hingegen aufgrund der Versorungsmängel mit Sauerstoff und energiereichen Nährstoffen zu einer Verminderung der Wandbewegung bei zunehmender Belastung. Hierbei kann in der Echokardiographie das betroffene Segment genau bestimmt werden. Diesem Gebiet kann dann das versorgende Gefäß genau zugeordnet werden. Hierdurch ist die Untersuchung dem einfachen Belastungs-EKG überlegen, das eine solche Zuordnung nur sehr eingeschränkt erlaubt.

Die Auswertung kann sofort nach Beendigung der Untersuchung durchgeführt werden, oft auch unter Berücksichtigung der Voruntersuchungen mit Stress-Echo. Es können dann unmittelbar die Konsequenzen aus dieser Untersuchung gezogen werden. Die Untersuchung entscheidet über das weitere Vorgehen, insbesondere über die Frage, ob ein Herzkatheter zur weitere Diagnostik sinnvoll ist. Die Problematik wird dem Betroffenen dann anhand der Bilder und Filme aus dem Stress-Echo erläutert.


Normaler Befund im Stress-Echo: Optimale Darstellbarkeit in allen Phasen der Untersuchung von der Ruhephase bis zur maximalen Belastung.

Hierbei wird eine kräftige Wandbewegung in allen Bereichen der linken Hauptkammer in Ruhe mit weiterer Zunahme in allen Bereichen dargestellt.

Normalbefund im Stress-Echo:
Darstellung in der sogenannten "langen Achse" zur Beurteilung der Muskelfunktion von Vorder- und Hinterwand von der Basis bis in die Herzspitze.

 

Normalbefund im Stress-Echo Herzecho bei auffälligem Belastungs-EKG:
"Lange Achse" = Längsschnitt durch die linken Hauptkammer

Der Film zeigt die linke Herzkammer im Längsschnitt. Die Hinterwand und Vorderwand der linken Herzkammer können in ganzer Länge bis in die wichtige Spitzenregion dargestellt und beurteilt werden.

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Der Muskel bewegt sich in allen dargestellten Segmenten kräftig. Eine Wandbewegungsstörung und somit eine Durchblutungsstörung sind nicht zu erkennen.

In diesen Gebieten besteht somit kein Anhalt für eine relevante Durchblutungsstörung. Der Befund ist genauer als das bloße Belastungs-EKG ohne Bildgebung. Ein Herzkatheter ist somit aufgrund dieser Untersuchung eher nicht erforderlich.



Günstiger Befund in der kurzen Achse im Stress-Echo: Die Wandbewegung ist rundum normal, also ist auch die Durchblutung hier ausreichend.

Eine bedeutsame Engstelle in den versorgenden Gefäßen ist nicht zu vermuten. Eine Katheter-Untersuchung zur Darstellung der Herzarterien ist nicht erforderlich.

Normalbefund im Stress-Echo:
Darstellung in der sogenannten "kurzen Achse" zur Beurteilung der Muskelfunktion rundum im Bereich der Herzbasis kurz oberhalb der Mitralklappe

 

Normalbefund im Stress-Echo Herzecho bei auffälligem Belastungs-EKG:
"Kurze Achse" = Querschnitt durch die linken Hauptkammer

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Die linke Hauptkammer wird hier kurz unterhalt der Klappenebene in einer wichtigen Region im Querschnitt dargestellt. Hierbei kann die Wandbewegung rundum besonders gut beurteilt werden. Diese ist hier hervorragend. Versorgungsstörungen, Durchblutungsmängel sind nicht anzunehmen. Der Befund ist völlig normal.


Positiver Befund im Stress-Echo: In der Spitze der linken Hauptkammmer wird eine Wandbewegungsstörung unter Belastung (Film links unten) gesehen.

In der Ruhephase (Film links oben) und nach Ende der Erholungsphase (Film rechts unten) ist die Wandbewegung dort normal.

Pathologischer Befund im Stress-Echo:
Nachweis einer Durchblutungsstörung in der Spitze der linken Hauptkammer in der Stress-Echokardiographie.

 

Pathologischer Stress-Echokardiographie Befund: 
Nachweis einer Durchblutungsstörung im Bereich der Spitze der linken Hauptkammer im Stress-Echo bei normalem Belastungs-EKG Befund

Die Befunde des Belastungs-EKGs waren normal. Beschwerden wurden nicht bemerkt. Der Befund durch Stress-Echo wurde zusätzlich erhoben, da der Betroffene mehrere Risikofaktoren hatte.

Die roten Kreise markieren die Spitzenregion der linken Hauptkammer. Dort ist die Einwärtsbewegung des Herzmuskels unter Belastung gestört. Es besteht somit hier der Verdacht auf eine Durchblutungsstörung und Herzgefäßverengung.

Der Betroffene ließ eine Katheteruntersuchung durchführen. Es wurde eine hochgradige Engstelle der vorderen Herzarterie festgestellt und sofort aufgeweitet.